Borreliose

Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Erkrankung mit vielfältigen Symptomen. Die Diagnostik ist kompliziert und nicht immer eindeutig. Eine Therapie ist möglich, aber langwierig und nicht ganz komplikationslos. In so einem Fall wäre eine Impfung natürlich ideal, wenn sie dann auch wirksam ist. Es ist seit Jahren ein Impfstoff auf dem Markt, dessen Wirksamkeit zur Glaubenssache hochstilisiert wurde und die Tierärzte in Impfbefürworter und Impfgegner aufgespalten hat. Das Argument der Impfgegner: Der im Impfstoff verwendete Erregertyp spielt zwar in den USA eine Rolle, in Deutschland spielt er aber so gut wie keine Rolle. Das Argument der Impfbefürworter: eine Borreliose ist beim Hund nur mit diesem verwendeten Erregertyp im Versuch klinisch auslösbar, es ist noch niemandem gelungen mit den in Europa bedeutenden Typen im Versuch eine Borreliose-Erkrankung auszulösen.


Neuerdings gibt es jedoch einen Impfstoff, der sowohl den alten umstrittenen Erregertyp enthält als auch die in Europa bedeutsamen Erregertypen. Eine Impfung mit diesem Impfstoff ist also durchaus
empfehlenswert! Eine Verwendung von sogenannten Repellentien (Mittel die verhindern dass eine Zecke das Tier befällt) bleibt weiterhin eine Alternative! Die sicherste Variante ist und bleibt die Kombination aus Impfung und Anwendung von repellierend wirkenden Antiparasitika.